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Gesamtverkehrskonzept Raum Brugg-Windisch

Der Ostaargau ist eine dynamische, wirtschaftlich sehr starke Region und wird – insbesondere in den Zentren – als attraktiver Wohn- und Wirtschaftsstandort überdurchschnittlich wachsen. Damit steigen auch die Mobilitätsansprüche: Mit dem regionalen Gesamtverkehrskonzept Ostaargau (rGVK Ostaargau) will der Kanton Aargau diese Herausforderung in Zusammenarbeit mit den Gemeinden meistern.

Im Jahr 2017 hatte der Grosse Rat den Eintrag des regionalen Gesamtverkehrskonzepts Ostaargau (rGVK Ostaargau) im Richtplan auf der Stufe Zwischenergebnis beschlossen. Danach wurden die Handlungsfelder präzisiert und weiterentwickelt. Nach Auswertung und Klärung des Vorgehens für die Räume Baden und Umgebung sowie Brugg-Windisch hat der Grosse Rat am 4. Mai 2021 für den Raum Brugg-Windisch die Infrastrukturelemente für den Veloverkehr und den motorisierten Individualverkehr im Richtplan auf die Stufe Festsetzung angehoben und dabei Aufträge für die weiteren Arbeiten formuliert.

Die Infrastrukturen im Raum Baden und Umgebung verblieben vorerst auf der Stufe Zwischenergebnis beziehungsweise wurden auf diese Stufe angepasst. Dort wurden gemeinsam mit den betroffenen Gemeinden weitere Grundlagen erarbeitet.

Weiterführende Informationen:
Gesamtverkehrskonzept Region Ostaargau

Entwicklung seit 2021

Seit dem Entscheid des Grossen Rats wurden die Arbeiten im Raum Brugg-Windisch laufend weitergeführt und vertieft. Im Fokus stehen insbesondere die Abstimmung von Verkehr, Siedlungsentwicklung und Freiraum sowie die konkrete Planung einzelner Massnahmen.

Stadtraum Bahnhof Brugg-Windisch

Rund um den Bahnhof Brugg-Windisch werden die Entwicklungs- und Verkehrsplanungen koordiniert weiterbearbeitet. Ziel ist ein attraktiver, gut erschlossener Stadtraum mit sicheren und direkten Verbindungen für den Fuss- und Veloverkehr sowie einer leistungsfähigen Anbindung an den öffentlichen Verkehr.

Die Testplanung Stadtraum Bahnhof Brugg Windisch wurde erfolgreich abgeschlossen. Die Ergebnisse zeigen auf, wie der Bahnhofsraum langfristig entwickelt und erschlossen werden kann. Eine diesbezügliche Verkehrsstudie zeigt auf, dass eine stufengerechte Quartiererschliessung im Gebiet Klosterzelg–Reutenen über die bestehenden Quartierstrassen möglich ist. In der Zwischenzeit haben der Stadtrat Brugg und der Gemeinderat Windisch sich für die Variante ohne Anschluss an die Zentrumsentlastung (ZEL) entschieden. Der Stadtraum soll über die bestehenden kommunalen Strassen erschlossen werden. Gleichzeitig soll im Sinne einer Rückfallebene eine Freihaltung des Raums für die Option "Anschluss an die ZEL" sichergestellt werden.

Weiterführende Informationen:
Stadtraum Bahnhof Brugg Windisch

Gebiet Aufeld-Aegerten

Für das Gebiet Aufeld-Aegerten werden die planerischen Grundlagen für die zukünftige Entwicklung erarbeitet. Dabei werden Mobilität, Nutzungen, Freiraum, Landschaft und Hochwasserschutz gesamthaft betrachtet.

Veloverkehr

Die vorgesehenen Veloverbindungen im Raum Brugg-Windisch werden weiterentwickelt. Ziel ist ein zusammenhängendes, sicheres und attraktives Netz für den Alltags- und Freizeitverkehr.

Weiterführende Informationen:
Regionales Gesamtverkehrskonzept Ostaargau: Handlungsfeld Fuss- und Veloverkehr

Zentrumsentlastung Brugg/Windisch

Im Rahmen der weiteren Projektbearbeitung wurden auch Varianten geprüft. Die im Jahr 2026 kommunizierte Verlängerung der Zentrumsentlastung bis zum Anschluss Zubringer Hausen wird nicht weiterverfolgt. Im Fokus bleibt hingegen die Tunnelverlängerung um rund 300 Meter im Gebiet Stadtraum Bahnhof.

Ausblick

Das Gesamtverkehrskonzept wird etappenweise weiterentwickelt. Weitere Planungsschritte erfolgen in enger Zusammenarbeit zwischen dem Kanton Aargau, den Standortgemeinden und den regionalen Partnern. Die Bevölkerung wird im Rahmen der vorgesehenen Informations- und Mitwirkungsverfahren einbezogen.

Weitere Informationen zum Gesamtverkehrskonzept Raum Brugg Windisch entnehmen Sie der Website des Kantons Aargau:
Gesamtverkehrskonzept Raum Brugg Windisch