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Rechnungsabschluss 2025 mit Gewinn

Die Rechnung 2025 der Einwohnergemeinde Windisch schliesst mit einem Gewinn von CHF 658’858 ab. Budgetiert war ein Verlust von CHF 1'343'000. Das Ergebnis fällt somit rund CHF 2 Mio. besser aus als erwartet. Hauptgründe dafür sind Mehrerträge bei sämtlichen Steuerarten von rund CHF 1.5 Mio.

Das Rechnungsjahr 2025 ist geprägt von höheren Einnahmen. Neben den Steuererträgen konnten Rückerstattungen aus der Materiellen Hilfe in Höhe von CHF 255’902 sowie ein Überschuss aus der vergangenen Vertragsperiode der Regionalpolizei von CHF 197’912 vereinnahmt werden. Beide Erträge sind einmalige Positionen.

Der budgetierte betriebliche Aufwand von CHF 35 Mio. wurde um rund CHF 16'000 oder 0.05 % unterschritten. Die konsequente Ausgabendisziplin der Verwaltung ist besonders hervorzuheben. Dadurch konnten die Mehrkosten aus bewilligten Nachtragskrediten vollständig kompensiert werden.

Wie bereits in den Vorjahren weisen die Restkosten für die Pflegefinanzierung ein starkes Wachstum auf. Mit Ausgaben von CHF 2.9 Mio. liegen sie CHF 530’000 über dem Budget. Seit 2020 sind die Kosten um insgesamt CHF 1.83 Mio. beziehungsweise 265 % gestiegen.

Dank weiterhin stabiler und tiefer Ausgaben in der Materiellen Hilfe konnten diese Mehrkosten 2025 aufgefangen werden. Die Aufwendungen belaufen sich – wie bereits im Jahr 2024 – auf CHF 2.4 Mio. Die Budgetierung 2025 basierte hingegen auf den deutlich höheren Werten der Jahre 2021 bis 2023 von jeweils rund CHF 3 Mio.

Steuerertrag

Der budgetierte Steuerertrag wurde insgesamt um rund CHF 1.5 Mio. übertroffen. Der Mehrertrag bei den Einkommens- und Vermögenssteuern von CHF 863’768 stammt überwiegend aus Nachträgen früherer Jahre. Zusätzliche Mehreinnahmen resultierten aus den Quellensteuern (+ CHF 290’737), den Steuern juristischer Personen (+ CHF 109’549) sowie den Grundstückgewinnsteuern (+ CHF 231’930). Die Steuerkraft pro Einwohnerin und Einwohner erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig von CHF 2'522 auf CHF 2'530.

Investitionen

Die Gemeinde investierte im vergangenen Rechnungsjahr insgesamt CHF 24 Mio. In den Spezialfinanzierungen wurden Investitionen in der Höhe von CHF 3.1 Mio. getätigt. Die Investitionen der Einwohnergemeinde betrugen CHF 20.9 Mio., davon CHF 18.8 Mio. für den Neubau der Schulanlage Dohlenzelg.

Selbstfinanzierung, Verschuldung

Die Investitionen konnten zu 15 % aus eigenen Mitteln finanziert werden. Aufgrund des hohen Investitionsvolumens mussten neue Darlehen in Höhe von CHF 14 Mio. aufgenommen werden. Dabei profitiert die Gemeinde vom aktuell tiefen Zinsumfeld. Das Nettovermögen von CHF 2.3 Mio. per Ende 2024 (CHF 282 pro Person) wandelte sich per Ende 2025 in eine Nettoschuld von CHF 14.2 Mio. (CHF 1’706 pro Person).

Beurteilung Gemeinderat

Der Gemeinderat beurteilt das Rechnungsergebnis 2025 als erfreulich. Erneut belasten jedoch die steigenden gebundenen Ausgaben die Gemeinderechnung. Sie schränken den finanziellen Handlungsspielraum ein.

Der Gemeinderat will zukünftig näher am effektiven Jahresergebnis budgetieren und die mittelfristige Planung weiter präzisieren. Zu diesem Zweck wurde der Budgetprozess 2027 neu organisiert.


Der Einwohnerrat behandelt den Rechnungsabschluss am 10. Juni 2026.

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